Mittwoch, 6. Februar 2013




Klettern in Höhlen
Geil! Einfach nur geil! Es ist wirklich beeindruckend, welche bizarren Gestallten Stalagtiten und Stalagmiten annehmen. Jede Höhle sieht anders aus und selbst jeder Gang und jede Grotte in einer Höhle ist kein zweites Mal zu finden. Trotz allem ist es kein Problem sich in den Windungen, kurvigen Gängen und an vielzähligen Abzweigungen zu verirren! Obwohl wir in der größte Höhle in Hakasien, die Kiste/Schatulle der Pandora,  16 Stunden unterwegs waren, haben wir es nicht geschafft die möglichen 11 Kilometer zu begehen.  
Im Grunde leben in den Höhlen nur Fledermäuse, die im Winter monatelang von der Decke hängend schlafen. Als der Gang einmal so eng und niedrig war, dass ich mit dem Kopf anstieß, schaute ich nach oben und 2 cm vor meiner Nase baumelte eine Fledermaus.
Manchmal mussten wir auf allen vieren krabbeln, manchmal blieb ich stecken, manchmal musste wir an Seilen hochklettern und uns an ihnen abseilen, manchmal waren die Grotten so riesig, dass das Licht unserer Kopflampen nicht ausreichte um das Ende der Grotte zu erkennen. In der Musikgrotte konnten wir, mit Steinen an Stalagmiten klopfend, Töne und lustige Melodien spielen. 

Sprachurlaub/ Ferienfreizeit für Jugendliche und Erwachsene
Eigentlich sollte ich auf der Freizeit die russischen Deutschlehrer unterstützen deutsch zu unterrichten. Bis auf ein paar Übersetzungen und gelegentlichen Korrekturen in der Aussprache hab ich nicht wirklich was gemacht. Deswegen habe ich mich auch eher wie ein Teilnehmer der Freizeit gefühlt, hab einfach alle Spiele mitgespielt, mitgegessen, bin abends einfach ins Bett ohne etwas planen zu müssen etc. Als Kind und Jugendliche habe ich nie an einer Freizeit teilgenommen, so dass ich nie wusste wie chillig Freizeiten sein können.

Besuch bei Verwandten und Freunden meiner Mama
Nach der Freizeit und nach einer fetten Party im Club, bin ich wieder in den Zug gestiegen und fuhr nach Barnaul. Dort wurde ich von der Jugendfreundin meiner Mama, Tante Tanja, abgeholt. Ihr Sohn Aleksei zeigte mir die Stadt, wir spazierten durch einen Eisskulpturenpark, aßen Sushi (das in Russland immer mehr an Beliebtheit erlangt).
Um einen zweitaegigen Abstecher bei Verwanten auf dem Land zu machen fuhr ich mit dem Bus 4 Stunden bis nach Ust-Kalmanka, wo ich den ersten Teil meiner Großfamilie kennen lernte. Mit dem Auto und ,nachdem die Straßen vor lauter Schneeverwehungen nicht mehr passierbar waren, zu Fuß weiter in das Dorf Nowii Tscherisch. Dort ist meine Mama geboren worden und aufgewachsen. Die dort lebenden Verwandten erzählten mir, dass die meisten noch vor wenigen Jahren sich größtenteils selbstversorgt hatten. Sie hielten Vieh und bebauten Gaerten an. Mittlerweile sind die Futtermittelpreise so stark gestiegen, dass sie sich keine Tiere mehr leisten können. Außerdem koennen sie sich keinen Traktor leisten um große Felder zu bewirtschaften. Viele sind nun arbeitslos und haben sonst nichts zu tun außer zu trinken. Fuer die jungen Menschen gibt es im Grunde nur Zukunftsperspektiven in der Stadt. Das ganze Dorf scheint langsam auszusterben- was ein richtig trauriger Ablick ist!

Hier noch ein paar Pics vom Klettern in den Hoehlen:
 


Auf dem Koenigsthron

Unsere letzte Hoehle :(

Jaja, der liebe Alkohol war abends immer zu Gast und manchmal auch schon Mittags...


Mit 6 Kleiderschichten laest es sich nicht mehr so galant laufen... nur noch stapfen
Picknick im Bus auf der Rueckfahrt

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