Freitag, 26. Oktober 2012

Was ist der Komperativ und der Superlativ von 

Schnee und Kälte?



Lagernii Sad
Birkenwäldchen im Schnee :)
Guten Morgen alle zusammen! Es ist Samstag morgen, 9.30 Uhr und wir haben -10°C  in Tomsk. Draußen beim "Lagernii Sad" spazieren zu gehen macht richtig Spaß! Auf dem Weg zu einem Quizabend haben zwei Deutsche und ich beschlossen, dass dieses Wetter prefekt ist. Kälter sollte es einfach nicht werden! Wenn es noch kälter wird, dann wird jeder Vorlesungsbesuch eine Herausforderung.





Falls ihr euch fragt, ob es immer noch möglich ist in Rock und Highheels zur Uni zu gehen: Ja, das ist absolut kein Problem!
Für mich vielleicht, aber nicht für Einheimische :)




Dieses Bild vom Birkenwäldchen hatte ich ganz zu Anfang gepostet. Erinnert ihr euch?
Kriegsdenkmal im Lagernii Sad


 Im Lagernii Sad befindet sich ein Kriegsdenkmal, wo wir gerne spazieren gehen. Die Statuen sind geschätzte 4-5 m hoch und sehr beeindruckend. Wenn ich mir überlege, dass im zweiten Weltkrieg deutsche Soldaten im klierend kalten Winter an der Front bei Moskau kämpfen mussten, dann bekomme ich ein Gänsehaut am ganzen Körper.



Haus deutsch-russischer Begegnung
Das Haus deutsch-russischer Begegnung gehört einem "Verein", der von Russlanddeutschen gegründet wurde. Irgendwann will ich mich da mal vorstellen, damit sie mir ein bischen von der meiner Familiengeschichte erzählen.









Princess Diana and Ken










Diesen Mittwoch hielt Ken Hames einen Vortrag über Leadership statt. Er hat über 20 Jahre dem Britischen Militär gedient (Parachute Brigade, Royal Marines, Special Air Service) und war u.a. auch Leibwächter von Princess Diana.

Derzeitig widmet er sich behinderten Menschen und unternimmt krasse Reisen nach Zentralamerika und Afrika um mit ihnen ohne jegliche Hilfe Vulkane zu besteigen oder durch den Djungel zu stapfen. Seine Erzählungen über Teamgeist und Selbstmotivation waren sehr beeindruckend!

Lucia, Ken and me



Donnerstag, 11. Oktober 2012

Der erste Schnee!!!!!!!!!!!
Unglaublich, aber wahr! Gestern fiel der erste Schnee- und nicht zu wenig. Auch wenn er nicht liegen geblieben ist, war es unglaublich schön den Schneeflocken beim Tanzen zu zusehen! Ich habe auch gleich meine Fellmütze angezogen- vielen, lieben Dank an dieser Stelle an alle lieben Menschen, die sie mir geschenkt haben. Als wir abends wieder mit einer bunten, internationallen Truppe in der Sauna waren, haben mich einige gefragt, wo ich die Mütze her habe. "Von meinen Freunden.", antortete ich. Daraufhin bekam ich zu hören: "Ich will auch solche Freunde haben- wo gibt's die?"

Diesen Sonntag haben drei Deutsche, eine Italienerin, zwei Kasachen und ich an einem russischen Marathon teilgenommen. Die Betonung fällt auf "russischen", weil der Marathon einfach kein Marathon war. Es war mehr ein Orientierungslauf, der in einem gekennzeichneten Gebiet mitten in der Taiga, etwa 40 km von Tomsk entfernt, stattgefunden hat. Ziel jeder Gruppe war es so viele KPs  wie möglich zu finden, ein Foto zum Beweis zu schießen und rechtzeitig bis 20.00 Uhr wieder im Finish zu sein.


 Ach, genau, Orientierung: Man sollte hier für fähig sein Karte und Kompass zu nutzen. Die zwei Kasachen hatten uns versprochen, dass es kein Problem wäre die KPs zu finden. Aber anstatt auf Pfaden und Trampelwegen zu den KPs (die Russen nennen sie überigens wortwörtlich Kontrollpunkt) zu gelangen, sind wir öfters mal durch's Moor oder quer feldein gestapft. War super lustig- aber dieser Meinung waren nicht alle :)
Vor dem Marathon mussten wir uns erkundigen, wie wir uns verhalten müssen, wenn wir auf einen Bären treffen. Wir sollen singen und laut sein, damit ein Bär rechtzeitig uns wahrnimmt und Abstand zu uns hält. Kommt es zu einem Aufeinadnertreffen sollen wir uns so groß wie möglich machen, also die Jacken ausbreiten. Wir sollen auf keinen Fall weglaufen oder auf einen Baum klettern. Zur Prävention haben wir einfach mal zwei Kilo Böller und Spraydosen mit Knallern mitgenommen und sie immer wieder im Wald gezündet. Sylvester in der Taiga!
Alle schon ziemlich k.o.



Das war der letzte KP- dachten wir. Den eigentlichen Finish-KP haben wir einfach mal ignoriert und waren schon auf dem Weg zum Bus, als wir eine Gruppe trafen und sie uns nach dem Lagerfeuer beim Finish-KP fragte. Ah, oh, gut! So sind wir wieder zurück in den Wald um Finish-KP gelaufen und wurden nicht disqualifiziert. Alles in allem sollten wir 15 KPs auf einer Distanz von 25 km finden. Davon haben wir 13 KPs und geschätzte 30 km geschafft.
Geil war es!!