Montag, 10. Dezember 2012

Krasnojarsk



Vor einer Woche sind Lucia, Laura, Ignat und ich mit der Transsib nach Krasnojarsk, das als schönste Stadt Sibiriens gilt, gefahren. Die 12 Stunden Fahrtzeit ging mit Kartenspielen, Vorfreude haben und Schlafen schnell vorüber. Nach unserem Check-in ins Hostel am Samstag Mittag ging es gleich weiter in den "Nationalpark Stalbi", der zu den seltenen, geschützen Naturparks Russlands gehört. Dementsprechend ist er auch bei den Einheimischen ein beliebstes Wochenende- und Familienausflugsziel.  



 Zuerst ging es einmal 2 Stunden quer durch den Wald gut bergauf. Nach einer Stärkung mit lecker gefüllten Blini sind wir, soweit es die einbrechende Dämmerung uns erlaubt hat, den Pfad der Stalbi (zu deutsch: Säulen) gelaufen. Die säulenartigen Felsformationen sind richtig beeindruckend und ziehen einen magisch an um auf ihnen rum zu klettern. Im Sommer sind die Felsen ein Paradies für Kletterer - nur im Winter... war es eine gemischte Rutsch-, Spaß- und teilweise-auf-allen-vieren Kletteraktion. 

Insgesamt waren wir 5-6 Stunden im Park unterwegs und sind total hungrig in völliger Dunkelheit in die Stadt zurückgekehrt. Man, war das ein schöner Park!



 Am Sonntag haben wir erst mal fett verschlafen und haben uns dann auf die Suche nach etwas Essbaren gemacht. Lauras Bein hatte die Wanderung nicht so gut überstanden, so dass wir die Stadtbesichtigung etwas ruhiger angegangen sind. Im Vergleich zu Novosibirsk bietet Krasnojarsk wirklich schöne Gebäude, allerdings ist meiner Meinung nach Irkutsk und Ulan-Ude um einiges sehenswerter. Da ist unserer badisches Staatstheater in Karlsruhe schöner als das in Krasnojarsk!!

Hier seht ihr das prachtvolle Gebäude des Bahnhofs und gleich danach ein paar administrative Gebäude. Beim zweiten Bild sollte euch die farbenfrohlockende Fassadengestaltung auffallen- mittlerweile find ich die Farbenpracht der Städte echt genial. Alles andere sieht in dem ganzen weißen Weiß einfach nach nichts aus :)



 Der Big Ben von Krasnojarsk:





 Der Spaziergang am Flussufer des Jenisei und eine erholsame Fotosession auf einer Liebesbank und beim Graffiti durfte natürlich nicht fehlen.





Tschechov, den ihr auf dem nächsten Bild seht, gehört zu den besten und bekanntesten Schriftstellern Russlands. Auch in Tomsk gibt es seine Büste als Andenken- nur sind deren Gesichtszüge frazenartig verzehrt. Als Tschechov zu seiner Zeit Tomsk besichtigt hatte, beschrieb er die Stadt als grässlichste Stadt Russlands. Zur "Vergeltung" wurde eine entstellte Büste ihm zu Ehren aufgestellt :P
 

Ja, und Lenin ist selbstverständlich immer gegenwärtig ...


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